DIE KOSTBARKEIT DES SPIELS

Die Lust des Kindes am Spiel gilt als wesentliches Bedürfnis seines Seins.

Hast du schon mal ein spielendes Kind beobachtet? Zugeschaut – ja. Aber so richtig beobachtet, was es macht, wenn es spielt, wenn es mit seiner ganzen Aufmerksamkeit sich einem Ding hingibt – wie es begreift, es betastet, es kennenlernt. Kannst du es sehen?
Kannst du sehen wie das Kind eintaucht, wie es eins wird mit dem Ding, das es sich gewählt hat? Eins mit sich selbst. Kinder erfahren sich selbst durch spielen, sie lernen dadurch ihr Gegenüber kennen und die Welt in der sie leben.
Kannst du die Freude des Kindes wahrnehmen, wenn es ganz im Spiel versunken ist. In seiner Welt, in „seinem eigenen Haus“? Mit jeder Erfahrung wird Entwicklung möglich.
Kinder sind neugierig. Sie wollen das Neue, das Unbekannte erforschen. Lerne das Spiel als fortwährende Entdeckungsreise deines Kindes sehen. Eine Reise die das Erfahren der Zusammenhänge von Innen und Außen, von räum und Zeit möglich macht.
Gib deinem Kind Zeit zu entdecken, schaffe ihm einen Raum, einen geborgenen Rahmen, der es einlädt ungestört und in Ruhe seine Sinne zu entfalten.

„Vielleicht wirst du irgendwann entdecken, dass Spiel die höchste Kunst der Forschung ist.“

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ZURÜCKHALTUNG

ODER DIE KUNST DES LERNENS

Ja, machesmal ist es wirklich eine Herausforderung „nur“ zu beobachten. Wir sehen wie das Kind mit einem Ding hantiert und wissen sofort wie das Ding funktioniert. Wie es „richtig“ funktioniert. Und schon greifen wir ein – weil wir ihm helfen wollen, ihm zeigen wollen wie es geht. Und genau an dieser Stelle meine Bitte an dich: versuche zu widerstehen. Versuche dich dafür zu interessieren, wie das Kind seine ganz eigene Lösung findet. Eine Lösung, die es zufrieden macht. Dann wird es immer Lust haben zu forschen, sich immer schwierigere Aufgaben stellen, dann wird es immer neugierig bleiben. Dann wird es immer herausfinden wollen, wie es zu einer eigenen, befriedigenden Lösung kommt. Dann wird es immer Freude haben zu lernen. So findet lernen statt. Aus einem großen Maß an Neugierde und der Möglichkeit auf ganz individuelle Art und Weise eine eigene Lösung zu finden, die sich gut anspürt.
Und wenn es Hilfe braucht, weil es wirklich Hilfe braucht, dann wirst du es erkennen und dann wirst du da sein für dein Kind – weil es gut tut, den Anderen zu sehen mit dem was er wirklich braucht.

„Gib deinem Baby Zeit, sein Spielzeug selbst zu entdecken.
Lege es ihm an seine Seite. Wenn dein Baby es bemerkt, wird es sich
dafür interessieren, danach greifen und es betasten.“